To live, day by day, with the consequence of love

http://www.davidwhyte.com/

Self Portrait

It doesn’t interest me if there is one God
or many gods.
I want to know if you belong or feel
abandoned.
If you know despair or can see it in others.
I want to know
if you are prepared to live in the world
with its harsh need
to change you. If you can look back
with firm eyes
saying this is where I stand. I want to know
if you know
how to melt into that fierce heat of living
falling toward
the center of your longing. I want to know
if you are willing
to live, day by day, with the consequence of love
and the bitter
unwanted passion of your sure defeat.

I have heard, in that fierce embrace, even
the gods speak of God.

~ David Whyte (from Fire in the Earth)

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Reji: Melting In Melodies (CC BY-NC-ND 2.0)

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3 thoughts on “To live, day by day, with the consequence of love

    1. Mir fließen immer irgendwelche Worte zu – aus ganz verschiedenen Quellen. Dieses Gedicht begegnete mir in einem Buch von David Steindl-Rast (Credo – ein Glaube der alle verbindet) Darin schreibt er: „Dem Herzen aber geht es um Einsicht, die der Erfahrung entspringt[…]Darauf kommt es an: ob wir jene allumfassende Zugehörigkeit kennen, die den Gegenpol darstellt zu Verlassenheit und Verzweiflung[…] Wir dürfen sicher sein, dass wir schon irgendwann einmal dieses All-Eins-Sein gefühlt haben – in einem Gipfelerlebnis würde Maslow sagen[…]nur das ‘gläubige Ich’ weiß, wo es steht. Nur unser wirkliches Selbst steht überhaupt. Unser kleines Ego wird nur ankerlos umhergeschwemmt. Aber es sehnt sich „aufgehoben“ zu werden – ausgelöscht, über sich hinausgehoben ins große Selbst und dort liebend verwahrt[…] wann und wo hast Du – ganz gleich wie flüchtig und wie bald bezweifelt oder vergessen – jene „feurige Umarmung“ erlebt, von der David Whytes ‘Selbstbildnis’ spricht? Lies es hier als Ganzes; vielleicht wirst du darin Dein eigenes Selbst abgebildet finden. Vielleicht hat der Dichter das sogar erhofft. Das Selbst, das sagen kann ‘ich glaube an Gott’, ist ja das große Selbst in dem wir alle eins sind.

      Gruß,
      Mark

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