Meditation ist das Eintauchen in unsre wahre Natur

Meditation ist das Eintauchen in unsre wahre Natur, in die stille, lichtvolle, beglückende Natur des Geistes. Es ist nichts, was künstlich „gemacht“ wird – beispielsweise durch mühselige Konzentration – sondern etwas, was passiert, wenn nichts bestimmtes getan, aber auch nichts mehr unterdrückt wird. Du tust nichts und fühlst alles. Du beobachtest, aber Du urteilst nicht. Du siehst, Du fühlst, Du schmeckst, Du bist.

Es ist unendlich einfach und das macht es für den Verstand unglaublich schwer. Im Zen sagen wir deshalb: verliere deinen Verstand, dann bist Du frei! Das meinte Laotse: „Du tust nichts und doch bleibt nichts ungetan“. Das klingt für den Verstand paradox, aber es ist das, was passiert.

Höre auf etwas zu tun, dann bist Du offen für alles. Dann bist Du offen dafür, Dich dem Fluss der Ereignisse anzuvertrauen, aber Du ertrinkst nicht in ihm – Du tauchst, Du schwimmst, Du genießt es. Du fließt mit den Wundern des Lebens, mit der Freude und Ekstase des großen Stromes, der alles berührt und deshalb nichts ungetan lässt.

Es ist unmöglich. Das menschliche Leben ist so unvollständig, aber darin liegt seine Vollkommenheit, das ist sein Spiel, sein Tanz – oder wie es in den griechischen Mythen heißt: Darum beneiden uns selbst die höchsten der Götter. Sie beneiden uns, um unsre Fähigkeit, unvollständig zu sein, um den Weg vom Fehlerhaften zum Vollkommenen. Denn dieser Weg ist wirklich magisch, ein einzigartiges Abenteuer.

© mdv

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s